Erika Schroth

Landesverbandsvorsitzende VdU Nord Baden

Wie revolutionieren sich Berufsbilder? Wie verändert sich das Lernen in Unternehmen? Analoge oder digitale Kundenbeziehung? Brauchen wir neue Führungskräfte?

Traditionelle Machtstrukturen geraten zunehmend unter Druck – wir stehen vor tiefgreifenden Umwälzungen in den Unternehmen. Unternehmen werden schneller, effizienter und intelligenter mit der Digitalisierung. Organisationen müssen umgeformt werden, damit intelligente Interaktion zwischen den Menschen möglich ist. Es bleibt kein Stein auf dem anderen, bisherige Funktionen von Menschen in Organisationen werden umgewandelt, es entstehen neue Rollen. Neue Recruiter? Neue Berufsbilder? Die Entwicklung des Arbeitsmarktes ist von hoher Komplexität und Volatilität.

Das Recruiting ist kein End-to-End Prozess, der mit der Ausschreibung beginnt und mit der Besetzung endet. Dieser Prozess ist bereits heute digitalisiert – der Hiring Manager meldet den Personalbedarf online an und der Rekruter wird über eine Enterprise Software mit der Ausschreibung der Stelle beauftragt – das Kompetenzprofil wird übermittelt, die Anzeigenschaltung erfolgt bereits über ein Template und die Personalmarketing – Software übermittelt von der Karriereseite des Unternehmens auf die Jobsuchmaschinen und alle anderen Kanäle. Der Bewerbereingang und die Bearbeitung der Bewerbung ist ebenfalls schon automatisiert. Die Filtersoftware und Online-Diagnostik sortierte – zum Leidwesen mancher Kandidat*innen – aus und verschickt automatisch Absagen oder Einladungen an eine Handvoll Kandidaten. Was bleibt ist das Einstellungsgespräch.

Die Online Diagnostik ist nicht ohne Risiko, je nach Software ist es möglich, dass diese von Kandidaten auch manipuliert werden kann.

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